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Wie du deine negativen Glaubenssätze crashed.




Ich habe irgendwann in einem TED Talk mal einen Vergleich gehört, der mir sehr in Erinnerung geblieben ist, weil ich dachte da ist was wahres dran.


Demnach ist es so, dass unser Gehirn positive Erfahrungen leichter wieder vergisst, vergleichbar wie ein Stück geschmolzene Butter in einer Teflon beschichteten Pfanne - die Erfahrungen rutschen einfach so davon.


Negative Erfahrung prägen wir uns dagegen besonders gut ein, vergleichbar mit einem Klettverschluss - sie bleiben haften, für immer und ewig oder zumindest für lange und manchmal tatsächlich für ewig.


Macht Sinn, denn das was wir als negativ bewerten wollen wir nicht nochmal erleben, deshalb merken wir es uns so gut, denn es soll uns nie wieder passieren!


Doch weil wir uns gerade das Negative so gut einprägen, neigen wir auch dazu, uns leidenschaftlich in der Opferrolle zu suhlen. Wir können uns am besten und vom allerfeinsten selbst runtermachen.


Was denkst du eigentlich den ganzen Tag?


Wie Lisa schon in dem Blog Post Watch your Self-Talk geschrieben hat, ist es deshalb wichtig, dir bewusst darüber zu werden, was du über dich selbst denkst? Wie du mit dir selbst zum Beispiel im Falle einer Niederlage sprichst? Und was ganz allgemein häufige Gedanken sind, die du über dich selbst denkst.


Doch oft sind wir uns unserer eigenen Gedanken gar nicht bewusst. Wir nehmen sie gar nicht wirklich wahr, denn häufig erzählen wir sie uns schon so lange über uns selbst, dass wir wirklich davon überzeugt sind, dass diese Gedanken nicht nur Geschichten sind, die wir uns über uns selbst und die Welt erzählen, sondern sie werden zu unserer ganz eigenen Wahrheit, zu unserer Realität.


Deshalb ist es oft gar nicht so leicht diese negativen Glaubenssätze selbst zu erkennen, und sie loszuwerden ist oft nochmal eine ganz andere Nummer.


Die negativen Sätze in positive umzuwandeln kann auf jeden Fall helfen, manchmal fühlt es sich aber auch etwas nach schönreden, oder auch nach unter den Teppich kehren an und klappt daher nicht immer.


Werde dein eigener Sherlock Holmes


Wenn du also den ein oder anderen negativen Glaubenssatz schon bei dir erkannt hast, dieser aber wie oben beschrieben wie Klettverschluss an dir haftet und du ihn einfach nicht los wirst, dann kann es helfen, der Sache noch genauer auf den Grund zu gehen.


Ein Beispiel, wenn du seit Jahren denkst: Ich bin nicht liebenswert. Oder: Ich werde niemals einen Partner*in finden. Dann steckt dahinter eine positive Absicht. Wäre das nicht so, hättest du diese Gedanken schon losgelassen. Doch weil die meisten Menschen faul sind, halten wir nur so lange daran fest, weil wir eben eine positive Absicht, einen Nutzen oder auch einen Gewinn dahinter haben.


Oft ist diese positive Absicht, uns vor Enttäuschungen, negativen Erfahrungen oder Schmerz zu schützen.


Wovor willst du dich beschützen?


Wenn ich mir z.B. selbst einrede nicht liebenswert zu sein, dann lasse ich Menschen wahrscheinlich von Anfang an nicht so sehr an mich heran. Dadurch bestätige ich mir meine Überzeugung/Glaubenssatz nicht liebenswert zu sein, denn ich halte mir die Menschen die mich lieben könnten von Anfang an auf Distanz. Außerdem ist es eine super Schutzbehauptung, denn wenn ich mir die Menschen auf Distanz halte, dann kann ich erst gar nicht so sehr verletzt werden, wie wenn ich sie richtig nah an mich ranlassen würde.


Wenn ich denke ich werde niemals einen Partner*in finden, dann ist auch das eine Schutzbehauptung. Denn dadurch habe ich eine super Ausrede, gar nicht erst loszugehen, denn für mich gibt es ja von vornherein niemanden. Und so erspare ich mir die Enttäuschung, blende aber vollkommen aus, dass es ja auch gut ausgehen könnte. Doch in einer gedanklichen Realität von “ich werde niemals einen Partner*in finden”, ist für “es könnte ja auch gut ausgehen” kein Platz.


Das heißt also alles ist immer FÜR DICH. Du tust das nicht gegen dich, sondern immer in einer für dich positiven Absicht, auch wenn es sich manchmal vielleicht nicht so anfühlt.


Was also tun um das zu verändern?




  1. Lisa’s Blog Post lesen.

  2. Herausfinden wovor du dich selbst beschützen willst.

  3. Hinterfragen ob du dich davor wirklich beschützen musst? Also macht es wirklich Sinn gar nicht erst loszugehen wenn du dir z.B. eigentlich einen Partner*in wünscht? Stirbst du wenn du vielleicht enttäuscht wirst? Oder kannst du aufhören dich selbst beschützen zu wollen und einfach mal ins kalte Wasser springen?

  4. Geduld, Geduld, Geduld. Unser Hirn ist manchmal etwas langsam, und das was du dir zuvor jahrelang eingetrichtert hast, darfst du nun liebevoll wieder umtrainieren. Das kann manchmal ganz schnell gehen, und manchmal braucht es auch etwas Zeit. Be gentle with yourself.


Hast du schon einen negativen Glaubenssatz bei dir entdeckt? Wovor willst du dich damit beschützen? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.

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